Foto: Felsenbirne während der Blüte und im Herbst - Floramedia/Garten Schlüter
Hecken sind seit jeher beliebt im Garten, ob als Sichtschutz, zur Beetbegrenzung oder zur Schaffung von Gartenräumen. Einen ganz besonderen Anblick bieten blühende Hecken, denn sie sind
Gestaltungselement und farblicher Hingucker in einem! Über geeignete Pflanzen für Blühhecken sowie Tipps für eine gelungene Kombination berichten die Experten vom Versandfachhandel Garten Schlüter in
Schleswig-Holstein.
Hecken können vielerlei Gestalt annehmen. Während die Gartenklassiker aus immergrünen Gehölzen das ganze Jahr über dichten Blickschutz bieten, haben sie doch den Nachteil dass
sie einen immer gleichen Anblick gewähren. Nicht so bei blühenden Hecken! Hier gibt es immer etwas Neues zu sehen: sie blühen, werden grün, färben sich vielfach im Herbst mit buntem Laub und werfen
schließlich im Winter die Blätter ab, um uns im nächsten Jahr erneut mit ihren Blüten zu erfreuen.
Heckenblüher mit extra Farbtupfer „Prinzipiell lassen sich fast alle Blütensträucher als Heckenpflanzen verwenden“, sagt Gabriele Lehmann von Garten Schlüter. „Bei der Auswahl sollte man allerdings
darauf achten, dass die Pflanzen ähnliche Standortansprüche haben und die Blüten- und Blattfarben gut aufeinander abgestimmt sind.“
Neben Wuchshöhe, Gartenstil und Verwendungszweck entscheidet
letztlich der persönliche Geschmack über die verwendeten Pflanzen. Für eine rund zwei Meter hohe blühende Sichtschutz-Hecke empfiehlt die Gehölzexpertin zum Beispiel eine Kombination aus Forsythie,
Deutzia (Sternenstrauch), Blutjohannesbeere, Gartenjasmin, Felsenbirne, Weigelie sowie Braut- und Prachtspiere (Einzelheiten siehe Steckbriefe). „Damit hat man von früh- bis spätblühenden Arten alles
dabei und deckt ein weites Farbspektrum ab.“ Das i-Tüpfelchen bildet eine Zwerg-Blutpflaume, deren dunkelrotes Laub für attraktive Farbtupfer in der Hecke sorgt – auch wenn mal gerade nichts blüht. Das
Gehölz, das übrigens im April/Mai mit hellrosa, duftenden Blüten übersäht ist, ist eigentlich zu starkwüchsig für ein Hecke, die kompakte Zwergvariante ist jedoch bestens dafür geeignet.
Regelmäßiges Stutzen als A & O der Heckenpflege Auch wenn blühende Hecken nicht unbedingt wie ihre immergrünen Artgenossen perfekt in Form geschnitten werden müssen, einmal pro Jahr sollte man sie
schon zurückschneiden. Der beste Zeitpunkt ist nach der Blüte, bei gestaffelten Blühterminen am besten im Sommer, nachdem alle Pflanzen ausgeblüht sind. „Regelmäßiger Schnitt fördert die Blütenbildung
und man erhält eine homogene Hecke“, rät Gabriele Lehman.
Damit die Hecke bis zum Boden dicht wird und so auch bleibt, ist es wichtig strauchartig wachsende Gehölzarten auszuwählen die sich
bodennah verzweigen. Schließlich soll die Hecke durch viel Holz und buschigen Wuchs auch im Winter attraktiv sein, wenn das Laub abgeworfen ist. Dafür ist ein regelmäßiger Rückschnitt ebenfalls wichtig.
Niedrige Blühwunder und ein Geheimtipp: Hecken zum Naschen Hecken müssen jedoch nicht immer mannshoch sein. Wer eine niedrige Hecke will, etwa als Beetabgrenzung oder als farblicher Hingucker entlang
des Zauns, hat eine Reihe von Möglichkeiten unter den blühenden Gehölzen. Ideal sind die niedrig wachsenden Spirea-Arten und die langblühende Potentilla. Diese ist dank großem Zuchteifer inzwischen in
vielen Farbtönen erhältlich und sorgt mit ihrer schlichten, aber ausdauernden Blütenfülle von Mai bis in den Herbst für Freude.
Potentilla blühen von Mai bis in den Herbst. Durch den kompakten Wuchs (60-80 cm,einige Sorten bis 1,20 cm) sind sie
ideal für niedrige Hecken. Die Pflanze ist robust und verträgt auch Trockenheitsperioden gut.
Ebenso robust, anspruchslos und kompakt wachsend sind niedrige Spirea -Arten(Spiere). Ein üppiger Blütenflor in flachen Dolden bedeckt den Strauch fast den ganzen Sommer.
Einen ganz besonderen Tipp hat Gabriele Lehmann noch fürs Heckensortiment auf Lager: die Apfelbeere (Aronia). „In Skandinavien ist dies eine typische Heckenpflanze, aber bei uns ist sie noch kaum
bekannt“, so die Fachfrau aus dem Norden. Dabei hat die Apfelbeere eine Menge Vorteile aufzuweisen: Ihre weißen Blüten sind im Frühjahr eine wundervolle Bienenweide, im Herbst punktet sie mit einer
attraktiven Rotfärbung und nicht zuletzt gehören ihre süß-säuerlichen
Früchte zu den gesündesten, die die Natur zu bieten hat. Sie sind sehr vitaminreich, voller krebsabwehrender Stoffe und eignen sich hervorragend zur Herstellung von Marmeladen, Fruchtsaft oder Trockenfrüchten. „Eine äußerst attraktive Heckenpflanze, von der man sogar noch naschen kann“, bringt Gabriele Lehmann die Vorzüge der Apfelbeere auf den Punkt.
Blutjohannisbeere ( Ribes atrorubens) Wuchshöhe: bis 2,5 m
Blütenfarbe: blutrot Blütezeit: April/Mai
Einer der beliebtesten Sträucher um Farbe in den Frühlingsgarten zu bringen. Seine blutroten Blütentrauben erscheinen vor dem Laubaustrieb und machen den Zierstrauch zu einem absoluten Hingucker.
Forsythie (Forsythia x intermedia 'Spectabilis') Wuchshöhe: bis 2,5 m
Blütenfarbe: gelb Blütezeit: April/Mai
Außergewöhnliche, gleichmäßige Verzweigung. Blüten erscheinen zahlreich an den langen Zweigen. Gut für den Vasenschnitt. Eine Forsythienhecke ist der ultimative Frühlingsvorbote und auch im Sommer sehr
vorteilhaft, denn sie ist blickdicht und schnittverträglich.
Brautspiere (Spiraea arguta) Wuchshöhe: bis 1,5 m
Blütenfarbe: weiß Blütezeit: April/Mai
Gehört zu den Top-Heckenpflanzen, beliebt wegen ihrer vollen Blütenpracht. Ihre blütenübersäten, überhängenden Triebe sind markant und auch als Solitär eine Augenweide.
Zwergblutpflaume (Prunus cistena) Wuchshöhe: bis 2 m
Blütenfarbe: rosa bis weiß mit dunkelrotem Inneren Blütezeit: April/Mai
Attraktiver, wertvoller Kleinstrauch mit dunkelrotem Laub und duftenden Blüten. Der langsame Wuchs macht dieses Gehölz besonders für kleine Gärten und Hecken interessant. Sonniger Standort
Weigelie (Weigelia 'Bristol Ruby') Wuchshöhe: bis 2 m
Blütenfarbe: rubinrot Blütezeit: Mai/Juni
Weitere Farben: rot/rosa-Töne, weiß, gelb
Aufgrund ihres gesunden Wuchses, der robusten Beschaffenheit und der reichen Blüte die beliebteste Weigelie. Nach der Hauptblüte darf man sich auf eine zweite Blüte im Herbst freuen.
Sternchenstrauch (Deutzia scabra) Wuchshöhe: bis 3 m
Blütenfarbe: weiß Kronblätter rosa Blütezeit: Mai/Juni
Der Sternchenstrauch (auch: Maiblumenstrauch) liebt Sonne und ist ein idealer Sichtschutz, da er einen sehr dichten Wuchs hat. Eindrucksvolle gefüllte Blüten an bis zu 12 cm langen Doldenrispen.
Gefüllter Gartenjasmin (Philadelphus 'Schneesturm') Wuchshöhe: bis 2,5 m
Blütenfarbe: weiß Blütezeit: Juni/Juli
Die schneeweißen, gefüllten Blüten wachsen in dichten Trauben und verströmen einen angenehmen und fruchtigen Duft. Absolut anspruchslos und pflegeleicht, gedeiht auf jedem normalen Gartenboden.
Weitere Arten, die sich für blühende Hecken eignen, sind: Prachtspiere (Spiraea vahouttei) Cornus (Hartriegel) Hydrangea (Hortensie) – hohe Arten wie H. arborescens, H. paniculata, H. sargentina
Kerria (Goldröschen) Kolkwitzia (Perlmuttstrauch) Syringa (Flieder) - Wildformen in stark- und schwachwachsend
Viburnum (Schneeball) - Viburnum opulus (Gemeiner Schneeball) – Blüten sind Trugdolden - Virburnum opulus ‚Roseum‘ – Blütenbälle gefüllt
Die Gretchenfrage: Wie dicht soll man pflanzen? Der Pflanzabstand hängt einerseits davon ab, wie schnell man die Hecke dicht haben will, andererseits auch davon, welche Pflanzengröße man kauft. Der
klassische Pflanzabstand für eine Hecke aus den oben aufgeführten Arten wäre 50 cm auf jeder Seite, also im Grunde eine Pflanze pro laufenden Meter. Damit ergibt sich bei einer 15 Meter langen Hecke und
fünf verschiedenen Blühgehölzen ein Pflanzbild, das sich dreimal wiederholt. Sehr kleine Pflanzen sollte man allerdings nicht zu weit auseinander pflanzen, sonst hat man leicht Lücken in der Hecke, die
sich später nicht mehr kaschieren lassen. Bei kleinen Hecken sollte man alle 50 cm eine Pflanze setzen, für 5 Meter benötigt man also 11 Pflanzen (die erste Pflanze eingerechnet). Zu dichte
Pflanzung ist dagegen eher kein Problem. Denn die Gehölze innerhalb einer Heckenpflanzung leben in einer Gemeinschaft: wenn sie keinen Raum haben, in die Breite zu wachsen, dann wachsen sie einfach nach
oben. „Man sollte beim Anlegen einer neuen Hecke darauf achten, dass man sie standortgerecht einsetzt - dann steht der üppig blühenden Hecke nichts mehr im Wege!“, so Gabriele Lehmann.
Texte zum Thema Blühende Hecken: Garten Schlüter
Unser Tipp: Winterschutz für Rosen, Kräuter und andere empfindliche Pflanzen Strauchrosen schützen Sie
am besten mit Rindenmulch. Dazu häufeln Sie um den Rosenstock Rindenmulch an und stecken anschließend noch einige Fichtenzweige um die Rose. So werden die bodennahen Triebe vor Frost geschützt. Bei
Rankrosen sind die biegsamen, zarten Triebe gefährdet. Einige Zweige um den Rosenbogen oder das Rankgitter gebunden sehen nicht nur dekorativ aus, sondern schützen so vor Frost und Sonne. Die
klassischen Kletterrosen hingegen bühen am einjährigen Holz, daher reicht es die Basis, wie bei den Strauchrosen zu schützen. Um mediterrane Kräuter sollte man eine Manschette aus Maschendraht stülpen.
Dann diese mit trockenem Laub oder Stroh füllen und das ganze mit Reisig einhüllen. Einige empfindliche Gräser, wie z.B. Pampasgras sind gegen Nässe empfindlich. Man bindet daher das Laub mit einer
Kordel fest und schützt so das Herz des Grases vor Wasser. Bei den Stammrosen wird die Krone am besten mit einem Vlies umhüllt und damit vor Wintersonne geschützt. Folie eignet sich nicht.
Wenn Sie Ihren Garten richtig geplant haben, wird der Garten in den Wintermonaten nicht trostlos, sondern durchaus interessant erscheinen. Besonders schöne Gartenszenen sind in den Morgenstunden zu
erwarten, wenn alles von Rauhreif bedeckt ist, oder am Abend, wenn die niedrig stehende Sonne die filigranen Gräser, die getrockneten Stängel und die Samenstände golden beleuchtet. Immergrüne Pflanzen
verleihen dem winterlichen Gartenbild Struktur und Leben. Neben den Grüntönen sollte auch die Farbe Gelb vertreten sein, die für Helligkeit steht und Rottöne, die uns Wärme vermitteln. Diese
Farbtöne können wir mittels ausgewählter Pflanzen oder aber auch mit entsprechenden Accessoires in den Garten holen.
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